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Sorgenfrei nass werden


Wenn die Grade steigen, gehen Sie nicht mit Ihrem Hund schwimmen, bevor Sie folgendes bedacht haben.

Denken Sie nicht, dass dies Ihrem Hund nicht passieren kann: Jedes Jahr sterben Hunde an Cyanobakterien und Botulismus. Das Schwimmen in warmem, stillem Wasser kann gefährlich und sogar tödlich sein.

Cyanobakterien sehen aus wie Seegras oder Algen und bilden eine ölige, stinkende Schicht auf der Wasseroberfläche. Sie treten bei hohen Temperaturen in stillem Wasser auf und produzieren ein gefährliches Nervengift, das innerhalb einer Stunde tödlich sein kann, abhängig davon, wie viel Ihr Hund aufnimmt. 

Symptome sind Erbrechen, Durchfall, allgemeine Schwäche, Zittern und Schlaganfälle. Es gibt kein Gegenmittel! Ob ein Hund die Infektion mit Cyanobakterien überlebt, hängt von der Schwere der Symptome ab.

Kein Gegenmittel
Botulismus betrifft auch ein Nervengift, das Fische und Wasservögel tötet. Ihre Kadaver können das Wasser infizieren und in der Folge auch Ihren Hund. Die Symptome treten meist ein paar Tage nach dem Schwimmen in verunreinigtem Wasser auf und umfassen Erbrechen, Durchfall und Lähmung, die bei Botulismus typisch sind. Es gibt zudem kein Gegenmittel für Botulismus, aber die Symptome sind behandelbar. Je höher die Menge an aufgenommenen Giftstoffen ist, desto geringer sind die Heilungschancen.

Was kann man machen?
Prüfen Sie immer das Wasser, in dem Ihr Hund schwimmen soll. War es längere Zeit warm? Ist es immer noch warm? Treibt eine Schmutzschicht auf der Oberfläche? Sehe Sie Enten- oder Fischkadaver? Gibt es Warnzeichen? Das bedeutet, nicht schwimmen! In dem bedauerlichen Fall, dass Ihr Hund in kontaminierten oder bedenklichen Wasser schwimmt, spülen Sie ihn gründlich ab und kontaktieren Sie Ihren Tierarzt, sodass Sie Ihren Hund unter guter Beobachtung haben.

Werfen Sie den Ball noch nicht…
Es ist fast schon ein Reflex: Wir nehmen den Ball, werfen ihn ins Wasser - und was geschieht dann? Platsch! Der Hund rennt ihm hinterher. Aber...was ist mit der Strömung? Befindet sich in der Nähe eine Pumpenstation oder ein Abflussrohr? Sind verborgene Hindernisse unterhalb der Oberfläche, die Ihren Hunde verletzen könnten? Befindet sich ein Boot in der Nähe, das gefährlichen Unterströmungen erzeugen könnte? Könnte es passieren, dass Ihr Hund Vögel zu weit in den See nachjagt und in Schwierigkeiten gerät? Wie sieht es mit dem Ufer aus? Gelangt Ihr Hund leicht zurück an Land? Kurz gesagt: prüfen Sie die Umgebung, bevor Sie den Ball werfen!

Eine kurze Abkühlung
Befindet sich kein sauberes oder sicheres Wasser zum Schwimmen in der Nähe? Lassen Sie Ihren Hund das Wasser in einem Plantschbecken im Garten genießen.  Füllen Sie das Becken mit ein wenig Wasser, damit Ihr Hund seine Beine abkühlen kann. Für leckeren Spaß im Wasser, werfen Sie eine tief tauchende Wurst ins Becken! Halten Sie ein Auge auf Ihren Hund, da selbst die scheinbar kühlen Wasserspiele Ihren Hund überhitzen könnten.
Passen Sie auf! Nicht alle Hunde können schwimmen! Einige Rassen könnten in Schwierigkeiten kommen, aufgrund ihres schweren Oberkörperbaus. Dem Besitzer ins Wasser zu folgen ist eine Vertrauensfrage und um ein guter Schwimmer zu werden, erfordert es stetiges Lernen.  Es ist unnötig zu sagen, dass Sie Ihrem Hund nicht beibringen werden zu schwimmen, indem sie ihn oder sie einfach ins Wasser werfen.
 
Zu viel Wasser?
Eine Überdosis Wasser? Das ist möglich! Beim Schwimmen können Hunde zu viel Wasser konsumieren, insbesondere wenn ihr Maul offen ist, weil Sie einen Ball haben. Das kann zu tödlicher Wasservegiftung führen. Große Wassermengen können die Organe Ihres Hundes durcheinanderbringen. Zu den Symptomen gehören unkoordinierte Bewegung, allgemeine Schwäche, Antriebslosigkeit, Erbrechen, blasse Schleimhäute, aufgebläht sein, extremes Sabbern, geweitete Pupillen und Schlaganfälle. Gehen Sie sofort zum

Tierarzt!
Tipp! Ein Hund, der beim Schwimmen Wasser konsumiert, muss eventuell auch mehr urinieren. Behalten Sie das im Hinterkopf und gehen Sie einmal extra mit ihm Gassi. 
Nicht genug Wasser ist auch schlecht
Ein Hund kann austrocknen, wenn er nicht genug Wasser trinkt oder viel Flüssigkeit verliert, aufgrund von Erbrechen oder länger anhaltendem Durchfall. Welpen und ältere Hunde sind besonders anfällig für Dehydrierung. Sie können überprüfen, ob eine Dehydrierung vorliegt, indem Sie die Haut an den Schulterblättern zwischen Ihre Finger nehmen. Wenn die Haut eine Falte bildet, die nicht rasch verschwindet, kann es sein, dass Ihr Hund dehydriert ist. Auch das Zahnfleisch Ihres Hundes kann sich trocken anfühlen. Gehen Sie in diesen Fällen sofort zum Tierarzt!
Tipp! Wenn Ihr Hund nicht ausreichend trinken will, fügen Sie dem Wasser etwas Brühe hinzu.

Sicheres Trinkwasser
Einige Hunde bevorzugen es im Freien zu trinken, z. B. von einem Teich, See oder Graben, anstatt aus ihrem eigenen Napf. Dies ist nicht immer sicher: Denken Sie an die Cyanobakterien und Botulismus, wie oben erwähnt, aber auch an Leptospirose (“Feldfieber“), eine Infektion, die Ihr Hund im Wasser einfangen kann, das durch den Urin von Nagetieren verunreinigt ist.  Hunde sollten immer Zugang zu frischem und sauberem Trinkwasser haben, egal wo sie sind - nur nicht im Freien. Achten Sie darauf, dass Ihr Hund immer eine saubere und gefüllte Trinkschale hat.
Tipp! Bewahren Sie eine Flasche Mineralwasser in Ihrem Auto auf, sodass Ihr Hund jederzeit und überall sicher trinken kann. Das ist auch auf langen Reisen praktisch, da Leitungswasser nicht immer trinkbar ist. Es könnte Chlor enthalten oder, wie bei Tankstellen, nur zum Waschen gedacht sein.

Ihr vierbeiniger Freund ist kein Wassertier
Das Meer kommt vielen Hunden wie ein riesiger Pool vor. Jedoch kann das Trinken von Meerwasser Ihren Hund sehr krank machen und zu Erbrechen und schwerem Durchfall führen. Daher sollten Sie immer eine Flasche Trinkwasser zum Strand mitnehmen. Nehmen Sie Ihren Hund aus dem Wasser, wenn er oder sie nicht aufhört das Salzwasser zu trinken.

Prins wünscht Ihnen und Ihrem Hund viel sicheren Spaß im Wasser!

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